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Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf oft gestellte Fragen. Stand: 16.04.2009
Wann kommt das nächste eBook?
Eine der momentan am häufigsten gestellten Fragen. Ja, ich bin etwas im Verzug mit dem nächsten
eBook, die Abonnenten sind schon ganz ungeduldig. Derzeit könnte ich 48 Stunden am Tag benötigen,
es gibt ein renovierungsbedürftiges Haus, Kunden in ganz Deutschland, die besucht werden
wollen, und noch viele andere Dinge, die keine Zeit für ruhiges Schreiben lassen. Das nächste
Buch "Administration und CL" ist schon recht gut fortgeschritten, ich habe einige Teile aber
mehrfach überarbeitet, da hier theoretische Materie plakativ dargestellt werden soll. Besonders,
da es um Themen geht, die nicht unbedingt mit einem Testaccount auf meinen Maschinen nachvollzogen
werden können. Bitte, habt noch Geduld!
01.) Warum muss ich beim ersten Anmelden das Kennwort ändern?
Beim Anlegen des Accounts wird ein Kennwort vergeben, welches von Ihnen auf jeden Fall geändert werden sollte.
Erstens können Sie somit bestimmen, wie das Kennwort lauten soll, um es sich besser merken zu können, und zweitens
könnte jemand die eMail mit den Accountinformationen abgefangen haben. Wenn Sie später das Kennwort
ändern wollen (empfohlen: alle 30 Tage), geben Sie einfach den Befehl CHGPWD ein.
02.) Wo lege ich meine Objekte ab?
OS/400 organisiert Objekte in so genannten Bibliotheken, die man sich wie Directories auf einem PC vorstellen kann.
Jeder Benutzer bzw. jede Benutzergruppe hat eine oder mehrere dieser Bibliotheken. In der Regel sind diese benannt
wie der Name des Benutzerprofils mit einer dahinter angestellten Ziffer. Wenn der Name des Benutzerprofils
beispielsweise JOE lautet, ist der Name der Bibliotheken
JOE1, JOE2 etc. Wo immer man in einem Befehl oder in
einer Aktion einen Bibliotheksnamen angeben kann, sollte man hier auf den entsprechenden Eintrag achten. Entweder
gibt man einen Bibliotheksnamen an, oder wählt aus folgenden Werten:
- *LIBL - Suche in der Bibliotheksliste des aktuellen Jobs. Bei der Arbeit mit einem Objekt wird dieses in
der Liste der dem Job zur Verfügung stehenden Bibliotheken gesucht, und zwar in der Reihenfolge, wie sie in dieser
Liste eingetragen sind. Man kann diese Liste mit dem Befehl EDTLIBL bearbeiten oder mit
DSPLIBL anzeigen.
- *CURLIB - Suche nach dem Objekt in der aktuellen Bibliothek. Jeder Job hat eine aktuelle Bibliothek, ähnlich
dem aktuellen Verzeichnis unter MS-DOS oder in einer Unix-Shell. Üblicherweise ist nach dem Anmelden die aktuelle
Bibliothek die erste Bibliothek eines Benutzers, beispielsweise JOE1.
Man sieht dies im Befehl DSPLIBL, wenn dort an einer Bibliothek unter
der Spalte "Art" der Wert "CUR" steht, ist die links genannte Bibliothek die aktuelle
Bibliothek. Mit dem Befehl CHGCURLIB kann man die aktuelle Bibliothek ändern.
Übrigens: Wurde die aktuelle Bibliothek oder die Bibliotheksliste geändert, gilt dies nur für den aktuellen Job,
bis dieser beendet wurde (durch Abmelden, Beendigung etc.)!
03.) Wie lange darf ich eigentlich angemeldet sein?
kurze Antwort: immer! Das System läuft in der Regel 24 Stunden rund um die Uhr. Ausnahmen: Es gibt
hier Umbauarbeiten im Rechenzentrum, oder wir müssen Erweiterungsarbeiten vornehmen...
Nachts (ab 02:00 UTC) läuft eine Sicherung aller Benutzerdaten per FTP. Während dieser Zeit kann das
System etwas langsamer reagieren. Wenn Dich das nicht stört, kannst Du aber weiter arbeiten.
04.) Kann ich meinen Benutzernamen frei wählen?
Ja, solange dieser Name nicht schon in Gebrauch ist. Ein Benutzername kann auf meinen Systemen maximal 9 Zeichen lang
sein und muss mit einem Buchstaben beginnen. Du kannst auch Ziffern im Benutzernamen verwenden,
was aber nicht unbedingt empfohlen wird. Warum?
Jeder Benutzer hat eine oder mehrere Bibliotheken (siehe FAQ02).
Der Name der Bibliotheken wird beim Erstellen des Accounts von dessen Namen abgeleitet. Wenn Du nun einen
Benutzernamen wie JOE4FUN wählst, wirst Du von mir automatisch auch Bibliotheken
namens JOE4FUN1, JOE4FUN2 etc. erhalten. Das
tippt sich manchmal etwas umständlich. Aber wenn Du unbedingt JOE123 heissen willst, musst Du Dich auch mit
den Bibliotheksnamen JOE1231, JOE1232 zufrieden geben ;-)
05.) [PDM] Manchmal klappt das Umwandeln nicht!?
Beim Anlegen eines neuen Benutzerprofils werden in meinem Skript ein paar Standardeinstellungen von IBM übernommen,
die man leider nicht automatisiert anpassen kann. Du solltest auf jeden Fall nach dem ersten Anmelden die Entwicklerumgebung
starten, wenn Du Programmieren willst:
Gib den Befehl STRPDM ein, wähle dann Auswahl 2 und drücke zweimal Datenfreigabe). Drücke nun die
Taste F18 (Shift+F6). Es erscheint ein Bild mit Standardwerten für Deine PDM-Umgebung. Bitte prüfe, dass im Feld
"Umwandlung im Stapelbetrieb" der Wert "J" eingetragen ist, sowie
bei "Ausführung im Stapelbetrieb" der Eintrag "N".
Das Umwandeln im Stapelbetrieb geht in der Regel schneller als interaktiv. Wenn die Umwandlung fertig ist, erhälst Du
eine Nachricht auf den Bildschirm (verwende den Befehl DSPMSG, falls sie nicht direkt angezeigt wird).
Weiterhin trage bitte in das Feld "Jobbeschreibung" den Namen Deines Benutzerprofils ein und
bestätige alle Eingaben mit Datenfreigabe.
06.) [PDM] Ich kann meine eigenen Auswahlen nicht ändern!
In der PDM-Umgebung kann man neben den numerischen Auswahlen vor einem Objekt (Quelltext, Datei oder Bibliothek) auch
zweibuchstabige Kürzel eingeben, die eine gewisse Aktion hervorrufen. Einige habe ich bereits von Haus aus definiert,
aber viele Benutzer arbeiten gerne mit eigenen Kürzeln. Üblicherweise geschieht das Anpassen mit der
Taste F16 (Shift+F4).
Diese Einstellungen werden nach IBM-Vorgabe für alle Anwender in der Datei QAUOOPT in der
Bibliothek QGPL gespeichert. Damit nicht jeder in dieser
Datei rumfummelt und Anpassung von anderen Benutzern löscht, habe ich diese Datei für alle Anwender nur zum
Lesen freigegeben. Wenn Du nun eigene Kürzel definieren willst, musst Du erstens diese Datei
in Deine eigene Bibliothek kopieren und zweitens in Deinen PDM-Einstellungen (F18) den Ort der
kopierten Datei angeben.
Zum Kopieren führe folgenden Befehl aus:
WRKOBJ QGPL/QAUOOPT
Dann erscheint ein Eintrag mit dieser Kürzel-Datei. Kopiere diese mit Auswahl 3 und Datenfreigabe. Im
folgenden Bild ("Doppeltes Objekt erstellen") gib unter "Nach Bibliothek" den Namen Deiner ersten
Bibliothek (z.B. JOE1) an. Achte unbedingt darauf, dass das Feld "Daten duplizieren"
den Wert "*YES" enthält, sonst ist die Kopie leer und es fehlen
viele nützliche Einträge!
Nach dem Kopieren musst Du in den PDM-Einstellungen (F18) unter "Auswahldatei / Bibliothek" den zweiten Teil
des Parameters (also den Bibliotheksnamen) von "QGPL" ändern, so dass sie
den Bibliotheksnamen mit der Kopie von QAUOOPT enthält (z.B. JOE1). Fertig!
07.) Welches Terminalprogramm kann ich verwenden?
In der Regel kannst Du jedes Telnet-Emulationsprogramm verwenden, welches irgendwie eine
Verbindung zum Port 23 (Standard) herstellen kann, also im Notfall auch
das telnet.exe aus der MS-DOS-Box
oder ein entsprechendes Programm unter Linux und co. Allerdings sollte dieses Programm das so
genannte 5250-Protokoll von IBM unterstützen. Dies ist wie VT100 etc. ein Protokoll zur Behandlung
erweiterter Bildschirmattribute, Farben und Funktionstasten. Telnet.exe und ähnliche VT52-Programme
haben Probleme mit F-Tasten über F12.
Solltest Du (aus welchen Gründen auch immer) mit einem VT52- oder VT100-Telnetprogramm auf dem
System unterwegs sein müssen, gib nach der Anmeldung den Befehl DSPVTMAP ein, er zeigt Dir, wie
erweiterte Tasten verwendet werden können.
Hier eine Auswahl der empfohlenen Programme und Hinweise dazu:
- IBM Client Access (Windows) - Mehr als nur eine Bildschirmemulation, enthält auch viele Programme
zur Administration einer iSeries und für den Datenzugriff per SQL. Ist ein kostenpflichtiges Lizenzprogramm,
daher darf ich auch keine Kopie davon verschicken (bitte von Mailanfragen abzusehen)!
- IBM Client Access (Linux) - Nach langem Fordern der Anwender gibt es Client Access auch für
Linux, auch wenn die Bildschirmemulation ein alter Bekannter aus Zeiten der Thin-Clients
Modell 100-300 ist. Leider ist diese Software noch ein Biest, und zickt auf nicht-US-Systemen
etwas rum. Für Bastler aber eine Alternative.
Link: http://www-1.ibm.com/servers/eserver/iseries/access/linux/index.html
- Mocha TN5250 - Meine bevorzugte Terminalemulation für eine iSeries. Ist schlank, flott und
macht das, was es tun soll. Kostet 25 Euro / USD pro Benutzer, es gibt aber auch eine uneingeschränkte
Demoversion, die zeitlich unbegrenzt läuft, aber mit einem Text nervt.
Link: www.mochasoft.dk
- Symtrax Telnet 5250 - Wurde mir von einem Nutzer aus Indien empfohlen, habe ich selbst aus
Zeitmangel noch nicht probiert. Soll auch ein kostenloser TN5250-Client sein, den man (nach Registrierung)
herunterladen darf.
Link: http://www.symtrax.com/en/products/telnet/question.asp
- TN5250 - Ein Projekt auf sourceforge.com; bietet einen kostenlosen TN5250-Emulator auf
Java-Basis für viele Linux- und Unix-Derivate sowie Windows. Habe ich noch nicht ausführlich testen können.
Link: http://tn5250.sourceforge.net/
Ansonsten darf gerne bei Google gesucht werden: SUCHE.
Alle Links sind externe Links, auf deren Seiteninhalt ich keinen Einfluss habe. Ich lehne jegliche Verantwortung ab!
08.) Wie kann ich meine Quelltexte hochladen?
Wenn Du auf Deinem PC Quelltexte für die AS/400 liegen hast (evtl. von einer anderen Maschine heruntergeladen,
oder mit dem Laptop am Strand getippt), kannst Du diese selbstverständlich auf pub1.rzkh.de hochladen. Hier
solltest Du folgende Dinge beachten:
- Beachte die Zeilenlänge! In der Regel ist in einer normalen Quelldatei auf der AS/400 nur Platz für 80 Spalten.
Diesen Wert legt man im Befehl CRTSRCPF im Parameter RCDLEN (Datensatzlänge) fest. Gibst Du hier - wie oft üblich -
den Wert 92 an, hast Du Platz für 80 Spalten Quellcode (6 Spalten für die Zeilennumerierung und 6 Spalten
für das Änderungsdatum musst Du abziehen).
Um herauszufinden, wie lang die Zeilen in den Teildateien sein dürfen,
verwende den Befehl DSPFD (display file description), z.B.:
DSPFD MEINLIB1/QRPGLESRC
Es erscheint eine Ausgabe "Dateibeschreibung anzeigen". Blättere zweimal runter, es gibt ein Feld namens "maximale Satzlänge",
hier wirst Du dann die Angabe von 92 (oder ähnliches) finden.
- Ich beschreibe das Übertragen mit dem FTP.EXE-Befehl aus der DOS-Box. Wenn Du ein anderes FTP-Programm hast, brauchst Du
weniger tippen, und klickst dafür mehr...
- Gehen wir davon aus, dass Deine Quelltexte in c:\temp als prog1.txt und prog2.txt liegen. Deine Bibliothek auf der AS/400 heisst MEINELIB1
- Verwende folgende Befehle:
| Befehl auf dem PC |
Was macht der? |
| C: |
Wechselt in der Eingabeaufforderung auf das C: - Laufwerk |
| cd \temp |
Wechselt in den Ordner temp im Hauptverzeichnis |
| ftp pub1.rzkh.de |
FTP-Verbindung aufbauen |
| (anmelden) |
|
cd /QSYS.LIB/MEINELIB1.LIB |
Wechselt auf der AS/400 das aktuelle Verzeichnis in Deine Bibliothek MEINELIB1
Beachte hier, dass Du ausgehend vom Hauptverzeichnis (/) zunächst in QSYS.LIB wechseln musst,
dies ist für die AS/400 die Angabe, dass Du ins Bibliotheken-Dateisystem willst. Weiterhin muss
hinter jeder Objektangabe als Suffix nach dem Punkt der Objekttyp angegeben werden, siehe
auch im nächsten Schritt. |
| cd QRPGLESRC.FILE |
Wechselt in Deine Quellendatei QRPGLESRC in Deiner Bibliothek |
| ascii |
Übertragungsmodus ASCII (nicht binär!) |
| ls |
Zeigt den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses (in unserem Fall die Quellendatei QRPGLESRC) an.
(OS/400 stellt den Inhalt von Dateien als Verzeichnisse dar) |
| put prog1.txt prog1.mbr |
Kopiert die Datei PROG1.TXT von Deinem PC in die Teildatei (.mbr = Member) PROG1 |
alternativ: prompt mput *.txt *.mbr |
mehrere Dateien kann man auch so übertragen. PROMPT schaltet die Nachfrage vom Windows-FTP-Client nach jeder Datei aus.
MPUT bedeutet "multiple put". Die Ersetzungszeichen * sollten funktionieren, ich habe aber schon das Gegenteil gesehen! |
| QUIT |
Abmelden |
So, das wars im Grunde schon. Du solltest vor dem Umwandeln im PDM aber die Art der übertragenen Teildateien richtig setzen.
Wenn Du Teildateien aus Quellen downloaden willst, gehst Du genauso vor,
tauschst aber das Kommando PUT durch GET aus, fertig!
09.) Kann man verschlüsselte (z.B. SSL) Bildschirmsitzungen nutzen?
Das geht ganz einfach, in dem Du ein SSL-Fähiges Programm verwendest, welches nicht ein Zertifikat oder eine
Zusatzinstallation benötigt. Client Access braucht eventuell eine Nachinstallation, Problemloser kann
Mochasoft eine SSL-Verschlüsselung verwenden. Einfach bei den erweiterten Verbindungsparametern den
entsprechenden Haken "SSL aktivieren" anklicken und 128Bit Verschlüsselung auswählen.
10.) Wie kann ich Objekte von / zu dieser AS/400 übertragen? [Bibliotheken, Programme]
In FAQ08 ging es ja nur um Texte, bei Binärobjekten wie Programmen, Datenbanken oder ganzen Bibliotheken
wird es schon etwas interessanter. Man kann diese auf ähnliche Art und Weise direkt übertragen, aber
das ist nicht zu empfehlen. Für diese Zwecke gibt es Sicherungsdateien (Save files). Dies ist ein
Container, in dem Du ein oder mehrere beliebige Objekte auf der AS/400 ablegen kannst, inklusive aller
Informationen wie Objekttyp, Sicherheit etc. Fangen wir mit dem Beispiel an, wie Du von dieser AS/400
etwas auf eine andere Maschine übertragen kannst, mit dem Zwischenweg über Deinen PC.
Du willst Deine gesamte Bibliothek mit Programmen und Daten übertragen. Diese Bibliothek heisst MEINLIB1;
weiterhin hast Du eine zweite Bibliothek namens MEINLIB2. In letzterer musst Du die Sicherungsdatei anlegen,
denn es macht keinen Sinn, das Ziel der Sicherungsoperation der Quelle gleich zu setzen. Wir sichern also
den Inhalt von MEINLIB1 in eine Sicherungsdatei in MEINLIB2, danach holen wir sie mit FTP ab.
- Zuerst einmal erstellen wir das Save File und sichern die Bibliothek rein, das ist einfach:
| Befehl auf der AS/400 |
Was macht der? |
| CRTSAVF MEINLIB2/MYSAVF |
erstellt in Bibliothek MEINLIB2 die Sicherungsdatei MYSAVF |
| SAVLIB LIB(MEINLIB1) DEV(*SAVF) SAVF(MEINLIB2/MYSAVF) |
Sichert Deine Bibliothek MEINLIB1 in das Gerät *SAVF, also eine Sicherungsdatei. Die Sicherungsdatei
ist MYSAVF in der Bibliothek MEINLIB2. Tippe den Befehl mal ein und drücke dann F4, Du siehst, wie viele
Parameter der Befehl SAVLIB haben kann :-) |
- Nun muss diese Sicherungsdatei auf Deinem PC landen, von dort aus kannst Du sie an eine andere
AS/400 weiterleiten und dort wieder auspacken. Das Übertragen geht mit FTP, ähnlich dem obigen Beispiel:
| Befehl auf dem PC |
Was macht der? |
| C: |
Wechselt in der Eingabeaufforderung auf das C: - Laufwerk |
| cd \temp |
Wechselt in den Ordner "temp" im Hauptverzeichnis, aber Du kannst Dir auch ein anderes Ziel für die Sicherungsdatei wählen. |
| ftp pub1.rzkh.de |
FTP-Verbindung zu meiner öffentlichen AS/400 aufbauen |
| (anmelden) |
muss man nicht kommentieren. Der FTP-Server fragt nach Benutzername und Kennwort von Deinem AS/400-Account. |
cd /QSYS.LIB/MEINLIB2.LIB |
Wechselt auf der AS/400 das aktuelle Verzeichnis in Deine Bibliothek MEINLIB2
Beachte hier, dass Du ausgehend vom Hauptverzeichnis (/) zunächst in QSYS.LIB wechseln musst,
dies ist für die AS/400 die Angabe, dass Du ins Bibliotheken-Dateisystem willst. Dort liegen alle Bibliotheken, auch Deine.
Weiterhin muss hinter jeder Objektangabe als Suffix nach dem Punkt der Objekttyp angegeben werden, siehe
auch im nächsten Schritt. |
| bin |
Übertragungsmodus binär (nicht ASCII!). Eine Sicherungsdatei ist immer ein Binärobjekt. |
| get MYSAVF.SAVF |
Kopiert Deine Sicherungsdatei auf Deinen PC. Beachte, dass Sicherungsdateien immer die Endung .SAVF haben! |
| QUIT |
Abmelden |
Übrigens ist auch hier GROSSkleinschreibung egal.
- Nun hast Du die Datei auf Deinem PC. Was Du damit machst, ist Dein Bier, eventuell per FTP auf eine andere AS/400 übertragen.
Dann gehst Du ähnlich wie oben vor, allerdings verwendest Du dann "PUT" an Stelle von "GET".
- Auf der Ziel-AS/400 ist das auspacken der Bibliothek eigentlich einfach:
| Befehl auf der AS/400 |
Was macht der? |
| DSPSAVF IRGENDWO/MYSAVF |
Zeigt den Inhalt der Sicherungsdatei MYSAVF in Bibliothek IRGENDWO an. Wenn es hier Fehlermeldungen gibt,
ist entweder bei der FTP-Übertragung etwas schief gelaufen, oder auf dem Quell-System war ein neueres Release
installiert als auf dem Ziel-System. Dann solltest Du bei SAVLIB den Parameter TGTRLS anschauen. |
| RSTLIB SAVLIB(MEINLIB1) DEV(*SAVF) SAVF(IRGENDWO/MYSAVF) |
Stellt die Bibliothek MEINLIB1 auf dem Zielsystem wieder her, und holt sich die Daten
aus der Sicherungsdatei MYSAVF in der Bibliothek IRGENDWO. Auch hier gilt: schau Dir mal alle Parameter
von RSTLIB und deren Hilfetexte an, dann glüht Dir der Kopf :) |
- So, und so ungefähr kannst Du auch Bibliotheken hier auf das System ablegen. ABER: Hier funktioniert aus
Gründen der Sicherheit der Befehl RSTLIB nicht. Warum? Erstens hast Du hier fest vorgegebene Bibliotheksnamen,
die Du auf dem Quellsystem wohl so nicht gleichlautend hast. Zweitens könntest Du versuchen, Programme mit
erweiterter Berechtigung hier abzulegen, das geht natürlich auch nicht. Und drittens sind die Objekte auf dem
Quellsystem vielleicht unter einem anderen Benutzernamen (gar QSECOFR) gespeichert worden, dann könntest Du
hier nicht darauf zugreifen. Daher habe ich ein Tool geschrieben, welches eine Bibliothek aus einer
Sicherungsdatei zurückliest, analysiert, danach den Inhalt für Dich in eine temporäre Bibliothek legt und
Dir alle Rechte darauf gibt:
- Obacht: Abhängig davon, ob Du die Sicherungsdatei mit SAVOBJ oder SAVLIB erstellt hast, musst Du (auch in
den folgenden Beispielen) hier den RESTOBJ oder RESTLIB verwenden!
- Du gibst ein: RESTLIB und drückst F4. Das Tool fragt nach dem Namen der Bibliothek auf dem ursprünglichen System (saved
library), sowie dem Namen des von Dir übertragenen Save Files und die Bibliothek, in der es liegt. Fülle die
Daten aus und drücke Datenfreigabe.
- Du erhälst eine Bildschirmmeldung, dass sich ein weiteres Programm darum kümmert. Kommt keine Meldung nach 2 Minuten,
schreibe einmal DSPMSG. Steht da auch nichts drin, bitte nicht gleich nochmal probieren, sondern etwas warten oder
mich kontaktieren. Das Tool ist noch nicht 100% fertig :)
- Nachdem das Programm gelaufen ist, erhälst Du eine Meldung, dass eine Bibliothek TMPxxxxxx angelegt wurde. Darin
findest Du den Inhalt des Save Files, und Du kannst mit WRKOBJ TMPxxxxxx/*ALL die Objekte anschauen und
evtl. mit der Auswahl 3 in eine Deiner Bibliotheken rüberkopieren.
- Lösche die Bibliothek, wenn Du sie nicht mehr benötigst, Dein Speicherplatz mag begrenzt sein. Benutze
hierfür: DLTLIB TMPxxxxxx
11.) In meiner Bibliothek gibt es keine QLBLSRC, ist der COBOL-Compiler nicht verfügbar?
Doch, der COBOL-Compiler ist auch auf dem System vorhanden - das Programm zur Erzeugung eines neuen Benutzerprofils
legt nur die Datei QLBLSRC nicht an - ist bisher niemandem aufgefallen :-)
Lege Dir selbst diese Datei an, in dem Du aufrufst:
CRTSRCPF FILE(Bibliothek/QLBLSRC) TEXT('Meine COBOL-Sourcen')
Übrigens ist es an sich egal, in welcher Quellendatei Du Teildateien anlegst, der Typ ist egal. Aber es hat sich
eben eingebürgert, für jeden Typ (CL, COBOL, RPG) eine eigene Datei zu verwenden, und fast jeder nimmt
die von IBM vorgegebenen Beispielnamen. Deine Quellendatei für COBOL-Sourcen könnte auch PGMSRC1 heissen...
12.) Mein Testzeitraum läuft ab, wie kann ich weiter arbeiten?
Auf dieser öffentlichen AS/400 gibt es keinen Testzeitraum - möglicherweise siehst Du eine Meldung Deines TN5250-Emulators.
Meines Wissens hat Mochasoft einen 30-Tage-Testzeitraum, danach sollte das Programm registriert werden. Dann bitte an
den Software-Hersteller wenden - der Zugriff auf diese Maschine ist unbegrenzt kostenlos. Bei Bedarf mit der Suchmaschine
Deiner Wahl nach einem 5250-Programm suchen...
13.) Verbindungsprobleme / kein Anmeldebildschirm
Das öffentliche System läuft 24 Stunden am Tag. Ausnahme: es werden Wartungsarbeiten durchgeführt.
Da diese Website auch auf diesem Rechner läuft, ist eine Nicht-Erreichbarkeit ein gutes Indiz, dass das System gerade offline ist :-)
Sollte ansonsten keine Verbindung im Terminal-Programm möglich sein, bitte folgendes prüfen:
- DOS-Eingabeaufforderung öffnen
- PING pub1.rzkh.de
- obiger Befehl sollte zum Einen den Namen auf die Adresse 62.176.136.104 auflösen, zum anderen sollte auf PING eine Antwort erfolgen
- TELNET pub1.rzkh.de
- obiger Befehl sollte eine Anmeldemaske zeigen. Funktionieren diese Tests nicht, bitte das lokale Netzwerk prüfen!
Der ausgehende Port für TELNET sollte geöffnet sein. Eventuell existiert
in Ihrem Netz eine Firewall, die ausgehende Daten auf die Ports 23 (TELNET) oder 992 (TELNET-SSL) nicht erlaubt.
Ausserdem sollten Sie prüfen, ob Sie in Ihrem Terminal-Emulator einen Bildschirm- oder Device-Namen angegeben haben. Wenn nicht, sollte das
System Ihnen stets einen Anmeldebildschirm zeigen. Wenn Sie einen Namen eingetragen haben und keine Anmeldemaske sehen, kann
dies folgende Ursachen haben:
- Der Bildschirmname wird bereits von einem anderen Benutzer verwendet
- Der Bildschirm wurde deaktiviert (z.B. zu häufige fehlerhafte Anmeldeversuche)
In diesen Fällen bitte einen anderen Bildschirmnamen verwenden oder den Namen leer lassen.
14.) Ist Software wie PHP, MySQL, Synon verfügbar?
Zuallererst: Synon oder CA Cool:Plex ist nicht verfügbar. Der Software-Hersteller vergibt keine
so genannten Education-Lizenzen sondern verlangt den normalen Lizenzpreis. Dieser beträgt je nach
System zwischen USD 40.000 und USD 60.000, zu viel, als dass es sich derzeit lohnen würde. Falls
Sie Kontakt zum Software-Hersteller haben, versuchen Sie doch, diesen umzustimmen.
PHP und MySQL sind in den Entwickler-Zugängen V5R4 und V6R1 enthalten.
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