Im Bunker ist es doch so schön kalt...

das hören wir bei den Temperaturen im Sommer (Rekord 2017 war 35 Grad) öfter. Allerdings stimmt das nicht so ganz...

Sicher - ein unterirdisches Bauwerk ist in der Regel kühl - wer geht nicht gern im Sommer mal in den Keller, um sich etwas aufzufrischen? Anfangs war unser (leerer) Bunker in der Ebene -4 mit etwa 11 Grad auch frisch. Ohne Jacke ging es nicht lange. Aber nach einigen Jahren Betrieb von vielen kleinen elektrischen Heizungen, die nebenher auch noch rechnen können, wird es immer wärmer.

Warum? Der Bunker ist ausgelegt auf einen Treffer in direkter Nähe - bei einer solchen Druckwelle kommen auch schon mal 100.000 Tonnen Beton ins Wackeln. Daher wurde das Bauwerk in ein Kiesbett von 5 Metern rund um den Bunker eingebettet, welches auch herbere Stöße abfedert. Allerdings isoliert dieses Kiesbett den Bunker perfekt von der Erde, so dass die Wärme nicht abgegeben werden kann...

Daher muss ein anderes Kühlungskonzept als nur ein paar Ventilatoren ran - wir gehen den unkonventionellen, aber nahe liegenden Weg - mit Wärmepumpen warmes Wasser produzieren. Und dieses warme Wasser eignet sich doch auch zum Heizen im Winter. Im Sommer werden normale Heizgebläse verwendet, wir denken aber noch über einen eigenen Swimming-Pool mit AS/400-Heizung nach ;-)